Ist Berufsrechtsschutz steuerlich absetzbar?

Grundsätzlich ist der Berufsrechtsschutz steuerlich absetzbar. Da der Berufsrechtsschutz für Nichtselbständige allerdings stets nur in Kombination mit einer Privatrechtsschutzversicherung angeboten wird, ist ein Schreiben von der Versicherungsgesellschaft erforderlich, dass die für den Berufsrechtsschutz zu entrichtende Prämie ausweist. Zudem kann der maximal anzusetzende Betrag u.a. bereits durch die abgeführten Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung ausgeschöpft sein. Eine Einzelfallbetrachtung ist daher erforderlich. Damit Sie allerdings für den Berufsrechtsschutz von vorne herein nicht zu viel bezahlen, ist ein Vergleich von mehreren Tarifen empfehlenswert. Oftmals kann nämlich der gleiche Leistungsumfang viel günstiger abgesichert werden. Bei unserem Leistungsvergleich der Testsieger können Sie über 60 verschiedene Tarife bezüglich Preis und Leistung miteinander vergleichen. Klicken Sie dazu einfach auf den Button “Jetzt Berufsrechtsschutzversicherungen vergleichen”.

Dipl.-Vw. Lars Weiland

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Höchstbeträge begrenzen die Abzugsfähigkeit

Versicherungen sind zwar nützlich und sinnvoll, dennoch ist jeder Bürger daran interessiert, die Kosten für diese Versicherungen so niedrig wie möglich zu halten. Der einfachste Weg, dies zu erreichen, ist ein ausführlicher Preis- und Leistungsvergleich der einzelnen Tarife. Dies geschieht entweder über den Versicherungsmakler des Vertrauens, oder aber über Vergleichsrechner im Internet. Noch schöner wäre es allerdings, wenn die so ermittelte günstige Prämie noch preiswerter gestaltet werden kann. Nichts liegt näher, als das Finanzamt an den Kosten zu beteiligen, so es denn möglich ist. Dies gilt selbstverständlich auch für Rechtsschutzversicherungen. Die Wenigsten wissen aber, dass man zwar nicht das ganze Paket, wohl aber die Berufs Rechtsschutzversicherung von der Steuer absetzen kann. Allerdings ist der Berufsrechtsschutz nur absetzbar, wenn die steuerlich abzugsfähigen Höchstbeiträge noch nicht ausgeschöpft sind.

Mithilfe der Berufsrechtsschutz die Lohnsteuer senken

Selbstständige haben es einfacher. Sie können die Berufsrechtsschutzversicherung im Rahmen der Betriebsausgaben steuerlich wirksam nutzen. Für Nichtselbstständige gestaltet sich das Vorhaben, den Berufsrechtsschutz als Werbungskosten abzusetzen nicht ganz so unkompliziert. Hauptproblem sind die steuerlich abzugsfähigen Höchstbeiträge, die bei vielen Arbeitnehmern bereits durch die Beiträge für die Renten- und Krankenversicherung, die Pflegeversicherung und andere Vorsorgeprodukte ausgeschöpft sind. Ist dies nicht der Fall, kann der Arbeitnehmer den Berufs Rechtsschutz von der Steuer absetzen:


  • Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit ist, dass es sich um eine beruflich bedingte Rechtschutzversicherung handelt. Dies ist der Fall, daher ist der Berufs Rechtsschutz steuerlich absetzbar.
  • Selbst wenn es sich um ein Kombinationsprodukt aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtschutz handelt ist der Anteil Berufsrechtschutzversicherung steuerlich absetzbar.
  • Hierzu wird eine Bescheinigung der Versicherungsgesellschaft benötigt, die ausweist, wie hoch der Anteil des Berufsrechtsschutzes an der Gesamtprämie ist. Diese muss dem Finanzamt zusammen mit der Steuererklärung vorgelegt werden.
  • Dieser so ermittelte Anteil für den Berufsrechtsschutz wird in Anlage N der Steuererklärung eingetragen.


Selbstverständlich macht der Eintrag bei den Werbungskosten in der Anlage N nur dann Sinn, wenn der Pauschalbetrag überschritten wird, da der sonst ermittelte Abzugsbetrag nicht steuerlich wirksam wird, weil die Pauschale greift.

Wichtigster Schritt: Teilbetrag bestätigen lassen

Der Schritt, die Versicherungsgesellschaft um Ausweis des Teilbetrages für den Berufsrechtsschutz zu bitten ist leider erforderlich. Diesem Wunsch kommen die Gesellschaften aber nach. Hierfür sollte ein formloses Schreiben aufgesetzt werden, das allerdings zumindest den Hinweis auf die Vorlage beim Finanzamt enthält. Leider lässt es das Finanzamt nicht zu, dass eine pauschale Aufteilung der Gesamtprämie vorgenommen wird. Die Aussicht, das Finanzamt über die Lohnsteuer an den Kosten zu beteiligen, insofern ein Arbeitnehmer im Rahmen der Höchstbeiträge noch die Prämien für den Berufsrechtsschutz absetzen kann, ist allerdings diese kleine Mühe wert.

Autor: Dipl.-Vw. Lars Weiland - Google+